Was ist ein Versicherungsmakler?

Wo ist der Unterschied zwischen einem Versicherungsvertreter und einem Versicherungsmakler?

Ein Versicherungsvertreter ist gegenüber seiner Versicherungsgesellschaft (wie z.B. der Axa, der LVM oder der Westfälischen Provinzial) weisungsgebunden, auch wenn er selbstständig ist. Er muss also die Interessen seiner Gesellschaft vertreten.

Im Gegensatz dazu betreut und vermittelt der Versicherungsmakler Verträge mehrerer Gesellschaften, ohne von diesen einen Auftrag dazu bekommen zu haben. Diesen Auftrag hat ihm der Kunde gegeben.

Er ist nicht an eine Versicherungsgesellschaft oder Bank gebunden!

Der Makler arbeitet also im Auftrag seiner Kunden, die ihn mit einem Maklermandat dazu bevollmächtigen.

Diese Aussage beruht auf dem Urteil des Bundesgerichtshofes vom 22.05.1985, Az.: IVa ZR 190/83, dem sogenanten Sachwalterurteil.

Auch das "Gesetz zur Neuregelung des Versicherungsvermittlerrechts" aus dem Jahr 2006 begründet die Tätigkeit des Versicherungsmaklers auf Seiten des Versicherungsnehmers.

Wer kann Makler werden?

Makler werden kann nicht jeder, man benötigt von der zuständigen IHK eine Erlaubnis die nur nach erfolgreicher Ablegung einer Sachkundeprüfung erteilt wird.

Weiterhin benötigt der werdende Makler einen guten Leumund (keine Schulden bei Finanzamt oder Stadtkasse, kein Eintrag im Schuldnerregister, kein negativer Schufa-Eintrag, keine Vorstrafen z.B. wegen Betruges, usw.).

Zu guter letzt ist es Pflicht für einen Makler eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung vorzuweisen.

Wie viele Makler gibt es in Deutschland?

In Deutschland gibt es aktuell ca. 47.000 Makler. Dem gegenüber stehen ca. 205.000 Versicherungsvermittler.